Weitere Informationen zur mechanischen Lymphdrainage

Weitere Informationen zum lymphatischen System und zur mechanischen Lymphdrainage

„Zellulitis“, Rubensyndrom, Reithosenphänomen oder Orangenhaut, gemeint ist immer dasselbe – Cellulite. Cellulite ist keine Krankheit, weshalb auch die Endung „-itis“ nicht korrekt ist, da diese auf eine Entzündung hinweist (z.B. Arthritis), sondern ein kosmetisches Problem unter dem fast 50% aller Frauen leidet. Auffallend ist jedoch, dass vor allem Frauen mit üppigen Rundungen für Cellulite anfällig sind, aber auch bei schlanken Frauen mit der entsprechenden Veranlagung kann es zu dieser ärgerlichen Veränderung der Haut kommen.

Die moderne Medizin geht davon aus, dass es sich dabei um hormonelle Wirkungen auf das Bindegewebe der Haut handelt, was wiederum erklärt, dass die langjährige Einnahme der Antibabypille zu Cellulite führt. Cellulite kann allerdings auch krankheitsbedingt auftreten, etwa bei Unterleibserkrankungen, wie etwa Eierstockschwäche, bei hormonellen Störungen oder bei einer gestörten Lymphzirkulation. Grund hierfür kann darin liegen, dass die Eierstöcke u.a. zwei Hormone produzieren: Follikelhormone und Progesterone. Wenn eine Überproduktion der Ersteren keine ausreichende Absonderung der Progesterone gegenübersteht, kann dieser Überfluss von Follikelhormonen ein Zurückbehalten von Wasser im Organismus begünstigen. Diese Unausgeglichenheit kann insbesondere zum Beginn des Zykluses, während der Pubertät und Schwangerschaft, sowie der Vormenstruation auftreten. Weitere Gründe, die direkt oder indirekt Cellulite fördern können, sind z.B. emotionale Störungen, wie Stress, eine gestörte Verarbeitung von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, eine mangelhafte Leberfunktion oder chronische Verstopfungen. Diese Störungen verhindern das Ausscheiden von Giftstoffen, welche sich wiederum im Bindegewebe absetzen können und dadurch für Cellulite mitverantwortlich sind.

Folgendes kann das Auftreten von Cellulite zusätzlich begünstigen:

  • Schlafmangel
  • mangelnde Bewegung
  • ungesunde Ernährung
  • Alkoholkonsum
  • übermäßiger Tabakkonsum

Das Lymphgefäßsystem durchzieht unseren Körper,

wie die Äste eines Baumes unsere Umwelt.

Wie entsteht Cellulite genau?

Hauptgrund ist die Struktur der weiblichen Haut. Unsere Haut besteht aus drei Schichten, wobei die unterste Schicht, die Unterhaut, für die ungewollten Rundungen verantwortlich ist. Sie ist nämlich eine Art Fettdepot für Fett, das derzeit nicht vom Körper benötigt wird. Dort wird das unnötige Fett in länglichen Fettkammern, die mehrere Zentimeter dick werden können und recht instabile Zwischenwände haben, eingelagert und bildet bei Übergewicht eine Speckschicht. Die Haut zeiht sich an einigen Stellen nach innen, da sich zwischen den Gewebesträngen Fetttröpfchen ansammeln, die abhängig von Ihrer Größe Druck auf das Gewebe ausüben. Dieser Effekt wird durch das Zusammenpressen der Haut mit Daumen und Zeigefinger verstärkt. Die Haut ähnelt geradezu einer Orangenschale – Orangenhaut!

Die längste Zeit war man der Auffassung, Frauen müssen mit diesem Effekt leben. Heute wissen wir das besser! Mit einem umfassenden Körperprogramm, das von außen und innen wirkt, kann man die lästigen Beulen und Dellen loswerden. Ziel ist es den Stoffwechsel anzuregen, den Abtransport der Verursacher (Giftstoffe bzw. Schlacke) zu unterstützen, Muskeln aufbauen und Fett abzubauen.

Warum haben Männer keine Cellulite?

Männer haben das unfaire Glück tendenziell einen niedrigeren Körperfettanteil zu haben. Während bei einer normalgewichtigen Frau ca. 25% des Körpergewichts Fett ist, macht Fett beim Mann lediglich 10% des Körpergewichts aus. Dies ist jedoch nicht der einzige Grund: auch die Körperfettverteilung spielt eine entscheidende Rolle. Der Körper von Männern speichert überflüssiges Fett insbesondere am Bauch und Rücken, während das Gesäß weitgehend frei von Fett bleibt. Bei Frauen lagert sich Fett jedoch hauptsächlich am Po, Oberschenkeln und Hüften ab – die typischen Problemzonen.

Für wen eignet sich (mechanische) Lymphdrainage?

Die Anwendung von mechanischer Lymphdrainage sollte nicht von Personen mit Herzschrittmachern, mit Herzrhythmusstörungen und Schwangeren genutzt werden. Unsere BeautyLymph-Systeme sind keine Medizingeräte und sind nicht zur Therapie, Heilung oder Linderung von Krankheiten geeignet. Bei Unsicherheiten befragen Sie bitte vor der Anwendung Ihren Arzt.

Was macht das Lymphsystem?

Unser Lymphsystem ist, neben dem venösen System, dafür zuständig, Flüssigkeit und Stoffwechselprodukte aus den Extremitäten (Beinen, Armen) in den Rumpf zurückzubefördern. Doch im Gegensatz zu unseren Venen, transportiert das Lymphsystem auch feste Stoffe, um Schaden, den diese Stoffe bspw. in unseren Lungen anrichten können abzuwenden. Außerdem arbeiten die Lymphknoten diese Giftstoffe auf, bereitet sie geradezu für den Abtransport aus dem Körper vor – es ist quasi unser körpereigenes Recyclingsystem. Weitere Aufgaben sind außerdem das Abfangen von Fremdkörpern und Zelltrümmern und das Unschädlichmachen von Krankheitserregern, um den Körper des Menschen gesund zu halten.

Die für unseren Körper so wichtigen Lymphozyten (weiße Blutkörperchen), auch „Lymphe“ oder das „weiße Blut“, werden außerdem in den Lymphknoten produziert und starten hier ihre Aufgabe als „Gesundheitspolizei“ in unserem Körper.

Um unsere lymphatischen und venösen Systeme fit zu halten sind vor allem Bewegung, ausgewogene Ernährung und eine Begünstigung des Lymphflusses wichtig.